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Torgau im Nordischen Krieg

Stadt- und Kulturgeschichtliches Museum Torgau

Der Große Nordische Krieg mit der langen Dauer von 21 Jahren war für Sachsen außerordentlich verlustreich. Der Vertrag, den der sächsische Kurfürst und polnischer König August - später August der Starke genannt – 1699 mit den livländischen Ständen zur Rückgewinnung Livlands für Polen schloss, war Auslöser des Krieges im Jahr 1700. Im Bündnis mit Russland und Dänemark war Sachsen an den Auseinandersetzungen mit dem schwedischen König Karl XII im Kampf um die Vorherrschaft im Ostseeraum führend beteiligt. Es folgte für die Bündnispartner zunächst Niederlage auf Niederlage. Im Jahr 1706 besetzte der schwedische König Sachsen mit einem Heer von 23.000 Mann, 1707 erneut mit 40.000. Erst mit dem Vertrag von Stockholm im Jahr 1719 wurde der Krieg beendet. Torgau spielte als befestigte Stadt und Elbüberquerung eine wichtige Rolle. Der Vortragende Dr. Alexander Querengässer nennt sein Vortragsthema „Torgau, Sachsen und der Große Nordische Krieg“. Er wird seine Forschungsergebnisse vortragen. Dabei geht es unter anderem um die Vorbereitung der Stadt auf die schwedische Invasion, aber auch um die hier festgehaltenen schwedischen Kriegsgefangenen. Die Stadt Torgau hatte wiederum das Glück, auch in diesem Krieg unbeschädigt geblieben zu sein. Der Vortrag ist besonders deshalb wichtig, weil die Torgauer Geschichtsbeschreibung sich bisher nicht mit diesem Thema beschäftigt hat. Dr. Querengässer ist freiberuflicher Historiker und hat nach seinem Studium an der Universität Leipzig 2016 mit einer Arbeit zur Sächsischen Armee im Großen Nordischen Krieg promoviert.
Adresse: Torgauer Geschichtsverein e.V.
Termin: 17.04.2019 19:00