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Torgau-Informations-Center
Markt 1
D-04860 Torgau

Telefon: (03421) 7014-0
Telefax: (03421) 7014-15
E-Mail: info(at)tic-torgau.de

Öffnungszeiten Ostern - Oktober
Mo-Fr: 10:00 - 18:00 Uhr / Sa, So, FT: 10:00 - 16:00 Uhr

Winter-Öffnungszeiten hier

 

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Standardtexte

Torgau und der Glanz der Renaissance

„Torgaus Bauten übertreffen an Schönheit alle aus der Antike, selbst der Tempel des Königs Salomo war nur aus Holz“, sagte Martin Luther vor fast 500 Jahren. Noch heute versetzt der weiträumige Marktplatz mit dem mächtigen Renaissance-Rathaus und den prunkvollen Patrizierhäusern die Gäste in Erstaunen. Kein Wunder, denn Torgau war im 16. Jahrhundert die kursächsische Landeshauptstadt.

Schloss Hartenfels gilt als das einzig erhaltene Schloss der deutschen Frührenaissance und war lange Zeit das modernste Wohnschloss Sachsens. Der Schlosshof mit dem Großen Wendelstein, die verschiedenen Ausstellungen und einzelne Räumlichkeiten lassen die Großartigkeit dieses Bauwerkes und den Glanz der Renaissance noch heute erahnen. Gedanklich können Besucher an den rauschenden Festen, den großen Hochzeiten und den wichtigen Landtagen teilnehmen. Selbst die Braunbären gibt es noch im Schlossgraben. Es lohnt sich auch die 163 Stufen emporzusteigen, um vom Hausmannsturm auf die Elbe, die Heidegebiete und über die Dächer der historischen Altstadt zu blicken.    
 
Ein hohes, stattliches Bürgerhaus in der Breiten Straße ist das nächste Ziel auf dem Torgauer Museumspfad. Hier suchen die hervorragende Qualität der Ausstattung und die gut erhaltene Innenarchitektur ihresgleichen in Deutschland. Die bemalten Kassettendecken in den zwei Dielen, die  Engelstube, mehrere originale Türen mit Intarsien oder Malerei, die Schlafkammer und die Küche zeigen die beeindruckende Wohnkultur der reichen Torgauer Bürger um 1600. Wenn man dieses Bürgermeister-Ringenhain-Haus mit einer wertvollen „Truhe“ vergleicht, so gibt es in Torgau noch ein weiteres „Schmuckkästchen“ zu besichtigen. Nach aufwändigen Restaurierungsarbeiten ist das historische Handwerkerhaus hinter dem einstigen Bäckerwall seit rund einem Jahr ein guter Ort, die gedankliche Zeitreise fortzusetzen. Anschaulich lässt sich in diesem schmalen, nur etwa vier Meter breiten Haus die Wohnkultur der einfachen Leute erkunden. Es ist schon erstaunlich in einer Stadt wie Torgau, mit rund 20.000 Einwohnern, 17 Museen und Ausstellungen vorzufinden.
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Torgau eine Stadt der Reformation

„Torgau, eine Reformationsstadt?“ wird oft gefragt, obwohl über 40 Aufenthalte Martin Luthers in der Stadt an der Elbe belegt sind. Seine Ideen fielen hier auf guten Boden. So ist der Ausspruch „Wittenberg ist die Mutter und Torgau die Amme der Reformation“ zu erklären.

Torgau gilt als das politische Zentrum der Reformation. 1519 fand in der Nikolaikirche die erste deutsche Taufe statt. 1530 erarbeiteten Luther, Melanchthon, Bugenhagen und Jonas die Torgauer Artikel als Grundlage der Augsburger Konfession. Im Oktober 1544 weihte Martin Luther die Torgauer Schlosskirche als ersten protestantischen Kirchenbau. Die Tradition evangelischer Kirchenmusik wird heute durch die Johann-Walter-Kantorei gepflegt

Im Spätsommer 1552, als in Wittenberg die Pest ausbrach, machte sich die Katharina Luther in Richtung Torgau auf den Weg, um hier Schutz zu finden. Unterwegs verunglückte sie, erreichte die Stadt schwer krank und verstarb noch im gleichen Jahr am 20. Dezember. Sie fand ihre letzte Ruhestätte in der Stadtkirche St. Marien. Die Grabplatte zeigt eine kluge und starke Frau. In ihrem Sterbehaus, heute Katharinenstraße 11, gibt es hier in Torgau die einzige Gedenkstätte für sie, die Ehefrau des Reformators.

Torgau war für Katharina von Bora nicht nur die letzte Station auf ihrem Lebensweg, sondern wurde für sie auch die erste Station auf ihrem Weg  ins bürgerliche Leben. Der Torgauer Ratsherr Leonhard Koppe entführte in der Osternacht 1523 zwölf Nonnen aus dem Kloster Nimbschen. Neun von ihnen, auch Katharina, brachte er über Torgau nach Wittenberg. Koppe wurde gut zwei Jahre später von Martin Luther zur Hochzeit geladen und nahm ein Fass des guten Torgischen Bieres mit.

Eindrücke ganz anderer Art werden im Gebäude der ehemaligen Superintendentur vermittelt. „Wurzeln und Flügel“ heißt die multimediale Erlebnisausstellung. Hier kann man auch eigene Spuren hinterlassen und einen Bibelspruch abschreiben. Bis 2017 soll diese Torgauer Bibel
vollständig abgeschrieben sein.

Das Stadt- und Kulturgeschichtliche Museum in der ehemaligen Kurfürstlichen Kanzlei und der Torgauer Museumspfad eröffnen Besuchern die Möglichkeit, in ausgewählte historische Gebäude zu gehen und Geschichte hautnah zu erleben.

Torgau hat sich als einstige Residenzstadt, über die Jahrhunderte viel vom Glanz einer kursächsischen Landesmetropole bewahren können. Die historische Altstadt mit den Kirchen, dem Schloss, dem großen Marktplatz mit Rathaus und  prächtigen Patrizierhäusern sowie eine Vielzahl alter Bürgerhäuser geben Gästen noch immer die Illusion, durch eine Renaissancestadt zu wandeln. Bei  Führungen, Lesungen, Musik, „gut Speis und Trank“ lassen sich die guten Seiten der alten Zeit so richtig genießen.
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Von Festungen, kühnen Männern und starken Frauen

Die über tausendjährige Geschichte der einstigen kursächsischen Residenzstadt Torgau an der Elbe besitzt einen riesigen Fundus, wenn es um historische Themen und Inhalte geht. Vielleicht brauchen wir einfach runde Jahreszahlen, um aus dieser Vielzahl auszuwählen.

Torgau zählte zu den modernsten Festungsanlagen auf deutschem Boden. Von April bis Oktober 2011 zeigt die Sonderausstellung „200 Jahre sächsisch-napoleonische Festung Torgau“ in vier Kapiteln die Hintergründe der Entstehung, die Veränderungen in der Stadt, die Belagerung Ende 1813 und die Übernahme durch die Preußen. Neben Fachführungen und Tagungen versprechen historische Spiele, eine Festungsnacht, Feriencamps, Biwaks oder das Kochen zu Zeiten Napoleons interessante Stunden für jede Altersgruppe.

An vier Sonntagen, 5. Juni, 9. und 16. Oktober 2011, gibt es für Familien ganz spezielle Angebote. Der Tag kann gleich um 10 Uhr mit dem Besuch der Sonderausstellung im Schloss Hartenfels beginnen. Die hier erlangten neuen Erkenntnisse werden nun ganz praktisch umgesetzt. Kinder können ausprobieren, wie man vor 200 Jahren in der Zeit Napoleons gespielt hat. Jeder kann sich seinen eigenen Proviantbeutel mit Kartoffeldruck gestalten. Danach hat man sich eine Pause verdient. Kartoffelkuchen schmeckt gut und gibt Kraft für die folgende Entdeckertour. Viele Merkmale einer Festung, die in der Ausstellung gezeigt werden, sind im Torgau sogar heute noch an den Bauwerken im Original zu entdecken. Ein einziger „Familien-Festungstag“ reicht eigentlich gar nicht aus.

Gehen Gäste noch 300 Jahre weiter in der Geschichte zurück, erwartet sie die Renaissance- und Reformationszeit, die Glanzzeit Torgaus. Noch heute bringt die gut erhaltene historische Altstadt mit Schloss Hartenfels und einzigartig restaurierten Wohnhäusern zum Staunen. Der Torgauer Museumspfad macht es möglich, in einzelne Gebäude hineinzugehen und so die Geschichte hautnah zu erleben.

„Luther 2017“ weist schon jetzt auf ein großes Jubiläum hin.  500 Jahre sind 2017 seit dem Beginn der Reformation vergangen. Vielfältige Einflüsse auf das tägliche Leben, wie das Schulwesen, die Sprache, die Familie oder die Musik sind bis heute spürbar. Torgau gilt als Wiege der evangelischen Kirchenmusik. Die XXIX. Festwoche mit der Orgelnacht findet vom 25. Juni – 3. Juli 2011 statt. Besondere Programmangebote und der Torgauer Theatersommer sind zusätzliche Höhepunkte.
Um zu Martin Luther zu gelangen, musste Katharina von Bora den Weg aus dem Kloster über Torgau gehen. Jahre später verstarb sie hier. Torgau bietet also auch diese enge Verbindung zur Frau des großen Reformators. Der KATHARINA-Tag am 2. und 3. Juli 2011 wird ein Fest für alle starken Frauen von heute. Musik- und Straßentheater, historisches Handwerk, Lesungen, Ausstellungen und Podiumsdiskussionen sind natürlich auch für Männer und Kinder ein Grund nach Torgau zu kommen.

Gleiches gilt auch, wenn es heißt: „Frauen führen durch die Stadt“. Viele kühne Männer, egal ob Dichter, Maler, Feldherren oder Baumeister hatten eine starke Frau an ihrer Seite und diese Frauen fanden wiederum in der Berühmtheit ihres Mannes eine Herausforderung.
Ob Luthers Käthe voller Achtung und Wertschätzung von Ihrem „guten Herrn Doktor“, das Müllerlieschen vom Alfred oder die Sophie von ihrem Bäckermeister spricht, immer wird deutlich, dass man Geschichte nicht  in Jahreszahlen und bloßen Fakten begreift, sondern in Geschichten von den Menschen damals und vom Leben in der Stadt.
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