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Torgau-Informations-Center
Markt 1
D-04860 Torgau

Telefon: (03421) 7014-0
Telefax: (03421) 7014-15
E-Mail: info(at)tic-torgau.de

Öffnungszeiten Ostern - Oktober
Mo-Fr: 10:00 - 18:00 Uhr / Sa, So, FT: 10:00 - 16:00 Uhr

Winter-Öffnungszeiten hier

 

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Sehenswürdigkeiten

Historische Altstadt und Museen

Torgau war im 16. Jahrhundert die bevorzugte Residenz der sächsischen Kurfürsten und besaß den Charakter einer kursächsischen Landeshauptstadt. Mit 6.000 Einwohnern gehörte die Stadt vor 500 Jahren zu den „Großstädten“. Schon auf dem Marktplatz weisen die prächtigen Patrizierhäuser und das große Renaissance-Rathaus auf die einstige Stärke und den Reichtum des Bürgertums hin. In der Altstadt mit rund 500 Einzeldenkmalen gibt es noch viel mehr zu entdecken aus Renaissance und anderen Epochen.

In der ehemaligen Kurfürstlichen Kanzlei befindet sich das Stadtmuseum mit wertvollen Exponaten, wie der Altartafel des „Hl. Nikolaus von Bari“. Der Torgauer Museumspfad präsentiert weitere einzigartige Objekte. Im Bürgermeister-Ringenhain-Haus sind die Ausstattung der Engelstube, die originalen Türen und die bemalten Kasettendecken von höchster Qualität. So lebten reiche Torgauer Bürger um 1600. Die Keller und das Sudhaus des Braumuseums zeigen eindrucksvoll die 500-jährige Tradition des Torgauer Bieres. Nicht weniger als 17 Museen und Ausstellungen können in der Stadt besichtigt werden.
Schon vor 1973, als Torgau die Tausendjahrfeier beging, begann die Sanierung in der historischen  Altstadt nach denkmalschützerischen Gesichtspunkten.

Stadtkirche St. Marien

Die Stadtkirche St. Marien, eine spätgotische Hallenkirche, bestimmt neben Schloss Hartenfels die Stadtsilhouette von Torgau. Schon im 12. Jahrhundert wurde an dieser Stelle eine romanische Basilika erwähnt. Anspruchsvolle Kirchenmusik wird auch heute in Torgau gepflegt. Alljährlich bieten die Orgel-Wandelkonzerte und die Festwoche der Kirchenmusik mit der Orgelnacht im Juni ein besonderes Klangerlebnis. Die Altartafel „Die vierzehn Nothelfer“ ist ein Frühwerk von Lucas Cranach d. Ä. Die Grabplatte der Herzogin Sophie von Mecklenburg wurde in der berühmten Vischer-Werkstatt Nürnberg gearbeitet. Der barocke Hauptaltar von Simonetti, die Renaissancekanzel, der Passionsaltar und der Marmortaufstein sind weitere wertvolle Ausstattungsstücke.

Denkmal der Begegnung an der Elbe

Der Name Torgau ging im April 1945, noch vor dem offiziellen Kriegsende, mit der Meldung von der ersten Begegnung der Alliierten um die Welt. Das Denkmal der Begegnung wurde vom Kiewer Architekten Miletzky entworfen und entstand noch1945.

Eine Patrouille der 69. Infanteriedivision der 1. US Armee unter Leutnant Robertson war von Wurzen an der Mulde bis an die Elbe nach Torgau gefahren. Am Ostufer lag eine Vorausabteilung der 58. Schützendivision der 1. Ukrainischen Front unter Leutnant Silwaschko. Eine Verständigung herzustellen, war in dieser Situation sehr schwierig. Schließlich gelang es mittels einer improvisierten US-Fahne aus dem Dachfenster am Flaschenturm des Schlosses. Die Wehrmacht hatte in den Morgenstunden zuvor die Brücken gesprengt. So überquerte man den Fluss über die Trümmer der Straßenbrücke. Das geschah am 25. April 1945 gegen 16 Uhr. Dass es schon in den Mittagsstunden stromaufwärts bei Strehla, erste Kontakte gegeben hatte, wurde erst später bekannt. Das berühmte Foto mit den Soldaten, die sich auf der zerstörten Brücke die Hände reichen, wurde einen Tag später für die internationale Presse gestellt.

Der Schwur von der Elbe, alles für den Frieden zu tun, hat in unserer Zeit mit Sicherheit nicht an Bedeutung verloren. Der amerikanische Kriegsveteran Joe Polowsky hatte diese Begegnung nie vergessen und wollte in Torgau beerdigt werden. Sein Grab befindet sich seit 1983 auf dem Torgauer Friedhof.

Schloss mit Schlosskirche

Schloss Hartenfels gilt als das einzig erhaltene Schloss der Frührenaissance in Deutschland. Der Große Wendelstein ist ein Treppenturm vor dem Johann-Friedrich-Bau, dessen Stufen ohne inneren Stützpfeiler nach oben führen und der mit wertvollen Sandsteinornamenten geschmückt ist. Baumeister Conrad Krebs vollbrachte eine Meisterleistung der Architektur. Unter Kurfürst Johann Friedrich dem Großmütigen errichtete er diesen repräsentativen Schlossflügel mit dem Riesensaal und weiteren Festräumen zwischen 1533 und 1536. Lucas Cranach d. Ä. war mit seiner Werkstatt maßgeblich an der Innenausstattung beteiligt. Seinerzeit das modernste Wohnschloss Sachsens, war „Hartenfels“ Austragungsort glänzender Feste, Landtage und  prunkvoller Hochzeiten sowie ein bedeutender Ort der Musikpflege.

Im elbseitigen Schlossflügel befindet sich die von Nickel Gromann errichtete Schlosskirche. Am 5. Oktober 1544 wurde sie von D. Martin Luther persönlich geweiht. Die Torgauer Schlosskirche ist der erste protestantische Kirchenbau. Ihre Architektur zeigt noch heute die neuen Grundzüge der protestantischen Kirchenlehre. Die Kanzel hat eine zentrale Stellung im Kirchenraum, das Wort Gottes steht im Mittelpunkt. Die Bildmotive der Kanzel und die Farbgebung des Raumes gehen auf Lucas Cranach d. Ä. zurück. Über dem Altar, in Form eines schlichten Abendmahlstisches, ist die Orgel wirkungsvoll platziert und verdeutlicht die große Bedeutung der evangelischen Kirchenmusik.

Von der Aussichtsplattform des Hausmannsturmes schweift der Blick über die Schlossanlage, die Stadt und die Elbauenlandschaft. Im Schlossgraben leben echte Braunbären. Auch das ist eine alte Tradition. Ein erster Bärenfang wurde schon 1425 erwähnt. Als das Schloss nach der Residenzzeit anderen Zwecken diente, u. a. als Kaserne, gab es allerdings keine Bären. In den 1950er Jahren  haben Torgauer Bürger das Bärenfreigehege gebaut. Das erste Bärenpärchen kam 1953 als Geschenk des Leipziger Zoos hierher.

Festung

Ein Blick auf den Stadtplan zeigt noch heute ganz deutlich die Strukturen der ehemaligen sächsisch-napoleonischen, später preußischen Festung Torgau. Vor dem Hintergrund weiterer Eroberungspläne in Richtung Osten, drängte Napoleon den sächsischen König zum Bau einer Festung in Sachsen.  Drei mögliche Standorte an der Elbe kamen in die engere Wahl: Wittenberg, Torgau und Elster. Nach eingehenden Prüfungen schlug Friedrich August I. Torgau vor. In einem Brief vom 4. August 1810 erklärte sich Kaiser Napoleon damit einverstanden: „Torgau hat, wie Wittenberg den Vorzug, dass es eine Brücke über die Elbe gibt. Ich halte seine Lage am linken Ufer sogar für vorzüglich, weil es so leichter wäre, die Belagerung aufzuheben.“

Torgau zählte zu den modernsten Festungsanlagen auf deutschem Boden. Fern jeder Verherrlichung von Militarismus beeindrucken selbst die Teile der Anlagen, welche die zwei Jahrhunderte überdauerten und die Meisterschaft der Ingenieure und Baumeister unter Beweis stellen. Schon seit dem 15. Jahrhundert suchten viele Gelehrte und Künstler, sogar Abrecht Dürer, die ideale Geometrie für eine Festungsform. Diese Faszination ist vor Ort gut nachvollziehbar.

10 GRÜNDE, NACH TORGAU ZU KOMMEN

1. Renaissance
Torgau hat sich als ehemalige kursächsische Residenzstadt im 16. Jahrhundert viele prunkvolle Bauten dieser Glanzzeit bewahren können und ist heute eine der schönsten Renaissancestädte Deutschlands.

2. Reformation
Torgau gilt als politisches Zentrum der Reformation mit dem ersten protestantischen Kirchenbau, den Torgauer Artikeln als Grundlage des Augsburger Glaubensbekenntnisses und mit dem Grab der Lutherin, Katharina von Bora.

3. Elbe
Torgau wurde vor über tausend Jahren an einer Elbefurt und an der Kreuzung wichtiger Fernhandelsstraßen gelegen, erstmals erwähnt. Das Zusammenspiel von historischer Altstadt und Fluss eröffnen über Elberadweg und Natur der Elbeauen breite Erholungs- und Freizeitmöglichkeiten.
 
4. Museen
Torgau hat 17 kleine Museen und Ausstellungen. Einige hundert Jahre Stadtgeschichte spiegeln sich sogar hinter prunkvollen Fassaden in Renaissancewohnhäusern und in beeindruckenden Aufarbeitungen oder Sammlungen wider.

5. Residenz
Torgau war im 16. Jahrhundert die Residenzstadt der sächsischen Kurfürsten. Schloss Hartenfels ist das bedeutendste Schloss der deutschen Frührenaissance und galt lange Zeit, selbst als der Hof schon in Dresden residierte, als modernstes Wohnschloss Sachsens.

6. Altstadt
„Torgaus Bauten übertreffen in ihrer Schönheit alle aus der Antike…“, sagte Martin Luther und daran hat sich bis heute kaum etwas geändert. Die historische Altstadt mit rund 500 Einzeldenkmalen ist besonders geprägt von der Renaissance. 

7. Käthe
Torgau ist die Stadt, in der Katharina von Bora ihren Weg ins bürgerliche Leben begann und wo ihr Lebensweg endete. In der Stadtkirche St. Marien befindet sich ihre Grabplatte und in der Katharinenstraße gibt es die einzige Gedenkstätte für die Lutherin.

8. Festung
Torgau wurde auf Napoleons Bestreben ab 1811 zur Festung ausgebaut. Die erhaltenen Festungsanlagen sind nicht nur ein ansehnliches Kulturdenkmal, sie sind auch ein herausragendes Beispiel der Festungsbaukunst in Deutschland.

9. Pferde
Torgaus Ortsteil Graditz beherbergt das Sächsische Hauptgestüt als eine der ältesten sächsischen Pferdezuchtstätten. Es ist bekannt für die Zucht von Pferden der Rassen Deutsches Reitpferd und Englisches Vollblut.

10. Natur
Torgau ist von drei Heiden umgeben. Diese Waldgebiete mit den Wiesen und Teichen, dazu die Elbeauen, schaffen einen guten Ausgleich zur Architektur der historischen Altstadt.

 

 

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