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Torgau-Informations-Center
Markt 1
D-04860 Torgau

Telefon: (03421) 7014-0
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E-Mail: info(at)tic-torgau.de

Öffnungszeiten Ostern - Oktober
Mo-Fr: 10:00 - 18:00 Uhr / Sa, So, FT: 10:00 - 16:00 Uhr

Winter-Öffnungszeiten hier

 

Schloss Hartenfels

Schloss Hartenfels

Wer den Schlosshof zum ersten Mal betritt, dem sei schon vorab ein großartiger Raumeindruck versprochen. Schloss Hartenfels gilt als das einzig erhaltene Schloss der deutschen Frührenaissance.

Der Große Wendelstein ist ein Treppenturm vor dem Johann-Friedrich-Bau, dessen Stufen ohne inneren Stützpfeiler nach oben führen und der mit wertvollen Sandsteinornamenten geschmückt ist. Eine Meisterleistung der Architektur! Baumeister Conrad Krebs errichtete diesen repräsentativen Schlossflügel mit dem Riesensaal und weiteren Festräumen zwischen 1533 und 1536. Lucas Cranach d. Ä. war mit seiner Werkstatt maßgeblich an der Innenausstattung beteiligt. Seinerzeit das modernste Wohnschloss Sachsens, war „Hartenfels“ Austragungsort glänzender Feste, Landtage und  prunkvoller Hochzeiten sowie ein bedeutender Ort der Musikpflege. Auch später, als der Hof schon in Dresden residierte, kam man oft nach Torgau.

Mitten im Dreißigjährigen Krieg, im April 1627 wurde während einer Hochzeit mit der Uraufführung der ersten deutschsprachigen Oper „Daphne“ von Heinrich Schütz im Torgauer Schloss Hartenfels ein neues Kapitel der Musikgeschichte eröffnet.

Die letzte große Hochzeit fand 1711 statt, als der russische Zar Peter der Große seinen Sohn Alexej mit einer deutschen Prinzessin verheiratete. Hier traf er sich mit dem Universalgelehrten Gottfried Wilhelm Leibniz.

Im elbseitigen Schlossflügel befindet sich die von Nickel Gromann errichtete Schlosskapelle. Am 5. Oktober 1544 wurde sie von Martin Luther persönlich geweiht.

Die Torgauer Schlosskirche ist der erste protestantische Kirchenbau. Ihre Architektur zeigt noch heute die neuen Grundzüge der protestantischen Kirchenlehre. Die Kanzel hat eine zentrale Stellung im Raum, das Wort Gottes steht im Mittelpunkt. Die Bildmotive der Kanzel und die Farbgebung gehen auf Lucas Cranach d. Ä. zurück. Über dem Altar, in Form eines schlichten Abendmahlstisches, ist die Orgel wirkungsvoll platziert und verdeutlicht die große Bedeutung der Kirchenmusik.

Im Lapidarium (Sammlung von Steindenkmälern) in der Unteren Hofstube und im Gewölbe unter der Schlosskirche können wir die großartige Kunst der Bildhauer und Steinmetze an originaler Bauplastik des Schlosses aus dem 16. Jahrhundert betrachten.

Ebenfalls im elbseitigen Flügel zeigt die Gedenkstätte Dokumentations- und Informationszentrum Torgau die ständige Ausstellung „Spuren des Unrechts“ zur Geschichte Torgaus als Haftort im 20. Jahrhundert.

Die Mühe des Aufstiegs (164 Stufen!) auf den Hausmannsturm wird an schönen Tagen mit dem eindrucksvollen Blick über Schlossanlage, Stadt, Elbauen und Heidegebiete belohnt.

Am Hauptportal von Schloss Hartenfels beeindruckt das Kursächsische Wappen, gehalten von zwei goldenen Löwen.

Der Blick von der Schlossbrücke hinunter überrascht vielleicht. Im Bärenfreigehege leben echte Braunbären. Auch das ist eine alte Tradition. Ein erster Bärenfang wurde schon 1425 erwähnt. Als das Schloss nach der Residenzzeit anderen Zwecken diente, u.a. als Kaserne, gab es allerdings keine Bären. Anfang der 1950er Jahre  haben Torgauer Bürger das Freigehege im Schlossgraben gebaut. Das erste Bärenpärchen kam damals als Geschenk des Leipziger Zoos hierher.

Der unterhalb von Schloss Hartenfels liegende Rosengarten war ursprünglich Gelände des mittelalterlichen Turniergrabens und wurde im 16. Jh. in eine kleine abgeschlossene Terrassengartenanlage der Renaissance verwandelt. Heute kann man hier eine Pause machen und Mitten im Zentrum Ruhe und Natur genießen.

Schloss Hartenfels

Die Elbwiesen vor Schloss Hartenfels

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