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Torgau-Informations-Center
Markt 1
D-04860 Torgau

Telefon: (03421) 7014-0
Telefax: (03421) 7014-15
E-Mail: info(at)tic-torgau.de

Öffnungszeiten Ostern - Oktober
Mo-Fr: 10:00 - 18:00 Uhr / Sa, So, FT: 10:00 - 16:00 Uhr

Winter-Öffnungszeiten hier

 

15./16. Jhd.

Katharina von Bora (1499-1552)

Katharina von Bora

Katharina von Bora kam nach frühem Tod ihrer Eltern 1504 ins Augustinerkloster Brehna und 1508 ins Zisterzienserinnenkloster Nimbschen. Befreit durch den Torgauer Ratsherren Leonard Köppe floh sie 1523 mit anderen Nonnen nach einem kurzen Zwischenaufenthalt in Torgau bis nach Wittenberg. 1525 wurde sie Ehefrau von Martin Luther. Sie wohnten im Augustinerkloster Wittenberg und verweilten oft in Torgau. Aus der Ehe gingen sechs Kinder hervor, von denen eins die Schule in Torgau besuchte. 1552 floh sie vor der Pest nach Torgau. Infolge eines Wegeunfalls starb sie hier am 20.12.1552 im Haus Katharinenstraße 11 und wurde in der Marienkirche bestattet.

Martin Luther (1483-1546)

Dr. Martin Luther

Promovierter Theologe, Begründer der Reformation und des dt. Protestantismus.1519 – 46 über 40 Aufenthalte in Torgau, erste Predigt in der Stadt im Jahr 1521. Gemeinsam mit J. Walter 1524 Herausgabe des 1. ev. Kirchengesangbuch. 1530 Erarbeitung der „Torgauer Artikel“ mit Melanchthon und Bugenhagen in der Alten Superintendentur in Torgau. 1544 Weihepredigt  in der nach seinen Ideen erbauten Kapelle des Schlosses Hartenfels, dem 1. protestantischen Kirchenbaus überhaupt.

Friedrich der Weise (1463-1525)

Friedrich der Weise

Friedrich der Weise (Friedrich III.,* 1463 auf Schloss Hartenfels) war von 1486 bis zu seinem Tode 1525 Kurfürst von Sachsen, regierte zusammen mit seinem Bruder Johann dem Beständigen über die übrigen weit zerstreuten Herrschaftsgebiete der ernestinischen Wettiner.
Die politischen Ziele Friedrich des Weisen, die Territorialfürsten zu stärken, um damit die kaiserliche Zentralgewalt und den Machteinfluss des Papsttums zu begrenzen, bewogen ihn, Martin Luther freies Geleit zum Reichstag zu Worms zuzusichern und ihn nach der dort erfolgten Ächtung auf die Wartburg zu bringen. Dieser politische Rückhalt war entscheidend für die Ausbreitung der reformatorischen Ideen Martin Luthers.

Philipp Melanchthon (1497-1560)

Ev. Theologe, Humanist, Reformator an der Seite von Luther, Professor an der Universität Wittenberg . 1527 berieten Luther und Bugenhagen über die Grundzüge der Kirchenvisitation, die Melanchton anschließend als die „Torgauer Artikel“ formulierte. 1528 – 30 war er Hauptverfasser des Augsburger Bekenntnisses, das auf der Basis der Torgauer Artikel gemeinsam mit Luther und Bugenhagen in der Torgauer Alten Superintendentur erarbeitet wurde. Als 1552 – 53 die Universität Wittenberg wegen der Pest  in das Torgauer Franziskanerkloster verlegt wurde, setzte Melanchthon hier seine Vorlesungstätigkeit fort.

Johann Walter (1496-1570)

Kurfürstlicher Sanges- und Kapellenmeister und Komponist. Er erarbeitete u. a. mit Luther u. Melanchthon eine ev. Gottesdienstordnung und ersetze lateinisch-gregorianische Kirchengesänge durch deutsche Choräle. 1521 wurde er Sänger der Torgauer Kurfürstlichen Hofkantorei und gab gemeinsam mit Luther 1524 das 1. evangelische Kirchengesangbuch, auch „Torgauer Liederbuch“ genannt, heraus. 1526 wurde er zum Kurfürstlichen Sangesmeister ernannt. Ab 1529 Einrichtung einer Lehrstelle als Cantorist und Gründung des 1. ev. Knabenschulchor Deutschlands. Er unterrichtete ab 1542 auch die ältesten Söhne von Luther und Melanchthon.

Lucas Cranach d. Ä. (1472-1553)

Maler der Reformation, Freund von Luther, vermögender Unternehmer. Seit 1504 Hofmaler der sächs. Kurfürsten Friedrich der Weise, Johann der Beständige und J. Friedrich der Großmütige im Schloss Hartenfels, seit 1505 in Wittenberg ansässig. In Torgau maßgeblich beteiligt an nicht mehr vorhandener Innenausstattung des Schlosses. 1544 Ausstattung der Schlosskapelle. Die Tafel der „14 Nothelfer“ ist als einziges Bild von ihm noch in Torgau in der Marienkirche zu sehen.

Leonhard Koppe

In der Nacht vom Ostersamstag zu Sonntag, dem 6. zum 7. April 1523, fuhr Leonhard Koppe, Ratsmann zu Torgau, mit zwei jüngeren Verwandten in Nimbschen vor und entführte zwölf Nonnen aus Marienthron in Heringsfässern auf seinem Planwagen. Nach kirchlichem und weltlichem Recht stand auf die Entführung von Nonnen die Todesstrafe. In den der lutherischen Reformation feindlich gegenüberstehenden Herrschaftsgebieten wurde die Todesstrafe durchaus angewandt.

Johann Friedrich der Großmütige (1503-1554)

Konrad Krebs (1492-1540)

Baumeister und Steinmetz der Frührenaissance. Konrad Krebs war seit 1532 in Torgau tätig. 1533 wird mit dem Bau des Fügel C des Schlosses Hartenfels mit dem Wendelstein begonnen. 1534 richtete ihm der Torgauer Rat eine Wohnung im Franziskanerkloster – heute Aula des Johann-Walter-Gymnasiums – ein. Gleichzeitig war Baubeginn des Ostflügels mit dem schönen Erker. Der Grabstein des Baumeisters befindet sich in der Marienkirche, geschaffen nach dem Entwurf von L. Cranach d. Ä.

Georg Spalatin (1484-1545)

Johann Kenntmann (1518-1574)

Renaissancegelehrter, promovierter Arzt und Naturforscher. 1554–74 Stadtphysikus in Torgau. 1566 Erwerb eines eigenen Hauses - Schlossstrasse 25. Er veröffentlichte u. a. Verzeichnis der Elbfische, Kräuterbuch mit 600 Pflanzen Sachsens, Verzeichnis der an und auf der Elbe lebenden Vögel …

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